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 Tag der Verkehrsgeschichte 2014
 

Tag der Verkehrsgeschichte 2014

Zum zwölften Mal veranstalteten die Vereine „Historische Straßenbahn der Stadt Frankfurt am Main e. V.“ (HSF) und „Historische Eisenbahn Frankfurt e. V.“ (HE) sowie das Frankfurter Feldbahnmuseum am 4. Mai 2014 den Frankfurter Tag der Verkehrsgeschichte. Erstmals beteiligte sich der Verein „Museumseisenbahn Hanau e. V.“ mit seinem Lokschuppenfest daran. An insgesamt vier Veranstaltungsorten sowie in zahlreichen Pendelbahnen, -bussen und –zügen konnten die Besucher der Veranstaltung die Geschichte des Nahverkehrs in und um Frankfurt kennen lernen.

Exponate des Städtischen Nahverkehrs

Im Verkehrsmuseum Frankfurt am Main in Schwanheim wurde den Besuchern die Historie des Städtischen Nahverkehrs nähergebracht. Neben den Fahrzeugexponaten, die sowohl die Straßenbahn- als auch die Busgeschichte veranschaulichen. verschafften vor allem die zahlreichen historischen Aufnahmen und kleine Exponate wie Uniformen oder Fahrkarten einen Eindruck der vergangenen Jahrzehnte. Zudem konnten die Besucher zwei Sonderausstellungen betrachten, die das Motto der Dauerausstellung, „Von der Pferdebahn bis zur Neuzeit“, ebenfalls aufgriffen. Einerseits hatten Mitglieder der HSF im Jahr 2012 der über 140 Jahre alten Frankfurt Pferdestraßenbahn eine Ausstellung gewidmet, in der neben der Entwicklung des Streckennetzes und Impressionen des täglichen Betriebs auch ein Blick hinter die Kulissen des Pferdbahnbetriebs zu sehen ist. Andererseits wurde im Rahmen einer zweiten Sonderausstellung der Bau der jüngsten Strecke im Frankfurter Straßenbahnnetz entlang der Friedberger Landstraße ins Neubaugebiet „Frankfurter Bogen“ dokumentiert.

Historische Lokomotiven und Feuerwehrfahrzeuge

Beim Tag der offenen Tür auf dem Betriebsgelände der HE in der Intzestraße konnten sich die Besucher in einer Eisenbahnausstellung zahlreiche Lokomotiven und Waggons aus der Nähe anschauen. Dabei bestand u. a. auch die Möglichkeit, in den Kessel der Dampflok 52 4867 zu blicken. Zudem wurden im Betriebsgelände mit einem Drehleiter-Fahrzeug DL 30+2 h, Baujahr 1962, sowie einem Löschgruppenfahrzeug LF 8 TS, Baujahr 1959, zwei historische Feuerwehrfahrzeuge des „Feuerwehr-Museumsverein Rhein/Main e. V.“ ausgestellt und von dessen Mitgliedern fachkundig erläutert. Eine Ausstellung mehrerer kleiner Modellbahnanlagen sowie ein Souvenirshop rundeten das Programm ab.

Umfassende Feldbahn-Fahrzeugschau

In den Hallen und auf dem Gelände des Frankfurter Feldbahnmuseums am Rebstockpark konnten die Besucher über 50 Dampf-, Diesel- und Elektrolokomotiven sowie etwa 150 Wagen aller Art, von der Kipplore bis zum Kleinbahn-Personenwagen, besichtigen. Mitglieder des Vereins „Frankfurter Feldbahnmuseum e. V.“ zeigten den Besuchern im Rahmen zahlreicher Schaufahrten, wie die Züge und Wagen früher eingesetzt wurden. Beliebt waren auch die Fahrten in einem von einer Dampflok gezogenen Personenzug, der durch die Kleingärten und Parkanlagen des Rebstockparks verkehrte. Ergänzt wurde die Fahrzeugsammlung durch eine Ausstellung, in der die einstige Vielfalt dieses Verkehrsmittels dokumentiert wurde. Zudem wurde anlässlich des Tags der Verkehrsgeschichte im Feldbahnmuseum ein Modellbautag veranstaltet, bei dem es Miniatureisenbahnen unterschiedlicher Maßstäbe und Vorbilder zu bewundern gab.

Lokschuppenfest bei der Museumseisenbahn Hanau

Erstmals in den Frankfurter Tag der Verkehrsgeschichte eingebunden wurde das Lokschuppenfest des „Museumseisenbahn Hanau e. V.“ Im durch den Verein unterhaltenen ehemaligen Bahnbetriebswerk Hanau konnten die Besucher u. a. im Führerstand einer der vereinseigenen Dampflokomotiven mitfahren. Weitere Lokomotiven konnten im Ringlokschuppen, auf der renovierten Drehscheibe sowie auf der vereinseigenen Strecke bewundert werden. Eine Fotoausstellung zur Historie des Vereins, die zu dessen 25. Jubiläum im Jahr 2013 erstellt worden war, sowie Videovorführungen und Führungen durch das Gelände stießen ebenfalls auf großes Interesse der Besucher.

Geführter Stadtrundgang durch die Geschichte der Frankfurter Eisenbahn

Wie in den vergangenen Jahren war auch im Jahr 2014 ein geführter Stadtrundgang durch die Geschichte der Frankfurter Eisenbahn Bestandteil des Tages der Verkehrsgeschichte. Bernhard Hager von der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte begann seine Führung am Haltepunkt „Eiserner Steg (Fahrtor)“ der historischen Eisenbahn. Im Laufe der Führung umriss er die Zeit von 1839 bis zur Gegenwart. Unter anderem wurden die Hafenbahn und der Hauptbahnhof vorgestellt. Neben der historischen Entwicklung der Eisenbahn fanden auch die Stadtgeschichte sowie Fragen zu Architektur und Städtebau Berücksichtigung.

Historische Pendelzüge der HE

Anlässlich des Tags der Verkehrsgeschichte 2014 setzte die HE zwei historische Pendelzüge ein. Auf der Hafenbahn verkehrte im Stundentakt ein Wendezug zwischen Eiserner Steg (Fahrtor) und dem provisorischen Haltepunkt „Intzestraße“. Zweimal wurde die Fahrt über „Intzestraße“ hinaus bis zum Museums-Hebelstellwerk der Hafenbahn verlängert. Der Wendezug war mit der Diesel-Kleinlok Kö 5712 sowie der Diesellok HFM D1 bespannt. Zwischen Frankfurt Griesheim und dem Lokschuppenfest der Museumseisenbahn Hanau pendelte zudem zweimal ein mit der Dampflok 01 118 bespannter Sonderzug.

Pendelverkehr mit Straßenbahn- und Bus-Veteranen

Wie in den vorherigen Jahren waren auch diesmal die historischen Straßenbahnen der VGF im Einsatz. Neben den drei historischen Museumswagen der Typen „L/l“, „M/m“, und „N“ kam diesmal mit dem Wagen 738 auch wieder ein Fahrzeug des Typs „Pt“ zum Einsatz. Die Sonderzüge verkehrten im 20-Minuten-Takt vom Verkehrsmuseum auf einem Rundkurs über Sachsenhausen und Altstadt zurück zum Verkehrsmuseum. Von der Haltestelle „Römer/Paulskirche“ konnten die Besucher mit einem kurzen Fußweg über den Römerberg den Haltepunkt „Eiserner Steg (Fahrtor)“ der Historischen Eisenbahn erreichen.

Neben den historischen Straßenbahnen wurden auch wieder Omnibus-Veteranen eingesetzt. Auf zwei Linien verkehrten insgesamt vier historische Busse: die Wagen 434 (Mercedes-Benz O305, Bj. 1979) und 105 (Mercedes-Benz O405, Bj. 1987) der VGF, einen DB/Vetter O317 aus Wiesbaden (Bj. 1961) sowie einen Büssing Gelenkbus VG 16 (Bj. 1969). Die Linie A verkehrte zwischen Verkehrsmuseum und Feldbahnmuseum in beiden Richtungen im Stundentakt, wobei einzelne Fahrten über Griesheim Bahnhof geführt wurden. Ebenfalls im Stundentakt verkehrte die Linie B auf einem Rundkurs vom Verkehrsmuseum über Feldbahnmuseum, Hauptbahnhof, den Haltepunkt „Eiserner Steg (Fahrtor)“ der HE und Südbahnhof zurück zum Verkehrsmuseum. Einzelne Fahrten der Linie B fuhren zwischen Verkehrsmuseum und Feldbahnmuseum ebenfalls die Haltestelle „Griesheim Bahnhof“ an. Beide Linien verkehrten zeitlich versetzt, sodass sich zwischen Verkehrsmuseum und Feldbahnmuseum ein 30-Minuten-Takt ergab.

Große Resonanz der Besucher

Zum Tag der Verkehrsgeschichte 2014 konnten im Verkehrsmuseum über 600 Besucher begrüßt werden. Großer Beliebtheit erfreuten sich zudem wieder die Pendelverkehre. Über 1.100 Fahrgäste nutzten die historischen Straßenbahnen und 900 fuhren in den Oldtimerbussen mit. Die vier veranstaltenden Vereine konnten sich insgesamt über 3.850 Besucher des Tags der Verkehrsgeschichte freuen. (ab)