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 Luminale-Express 2012
 

Luminale-Express: 24 Runden durchs nächtliche Frankfurt

Parallel zur alle zwei Jahre stattfindenden Weltleitmesse für Architektur und Technik, der „light+building“, findet seit zehn Jahren die „Luminale“ statt. Frankfurt und seine Bauwerke werden dabei ab Einbruch der Dunkelheit vielerorts künstlerisch mit Licht in Szene gesetzt. Auch in anderen Orten des Rhein-Main-Gebietes werden derartige Projekte installiert. Vor zwei Jahren, zur Luminale 2010, ließen VGF und HSF erstmals den historischen L/l-Zug als „Luminale-Express“ verkehren. Auch in diesem Jahr war der „Luminale-Express“ wieder mit von der Partie, als Frankfurt vom 15. bis zum 20. April 2012 anlässlich der Luminale 2012 illuminiert und von zahlreichen Fotografen okkupiert wurde.

 

Die Rundfahrten begannen in der Messeschleife und führten zunächst in Richtung Sachsenhausen. Während der Fahrt entlang der Friedrich-Ebert-Anlage konnten die Fahrgäste das dank 1000 Blitzbirnen glitzernde FBC-Hochhaus sowie den als beleuchteten „Hau den Lukas“ fungierenden „Tower 185“ bewundern. Vorbei an der illuminierten Fassade des Frankfurter Hauptbahnhofs verkehrte der Luminale-Express über die Friedensbrücke nach „Dribdebach“. Während der Fahrt über die Brücke ermöglichte die ausgeschaltete Innenbeleuchtung einen spannenden Blick auf das blau-rot erleuchtete Heizkraftwerk West, die nächtliche Skyline sowie die beiden Ufer des Mains.

Entlang des Sachsenhäuser Abschnitts der Rundfahrt konnten vom Zug aus leider keine Luminale-Projekte beobachtet werden. Die Fahrgäste konnten sich somit ganz auf die im Zug angebotene Stadtführung konzentrieren. Neben Informationen zu den Luminale-Projekten entlang der Strecke bot diese nämlich auch einen interessanten Einblick in die Geschichte einzelner Frankfurter Stadtteile, Plätze oder Bauwerke. Zudem wurden auch einige Details zur Geschichte der Frankfurter Straßenbahnfahrzeuge vermittelt, wobei vielen Fahrgästen erst bewusst wurde, dass auch der Zug, in dem sie saßen, mittlerweile schon 55 Jahre alt war.

Gut informiert konnten die Fahrgäste anschließend die zweite Mainquerung der Rundfahrt, die Fahrt über die Ignaz-Bubis-Brücke, erleben. Diese fand ebenfalls bei ausgeschalteter Innenbeleuchtung statt und bot erneut einen beeindruckenden Blick auf die Skyline, aber auch auf den auf Grund der fortschreitenden Bauarbeiten weithin sichtbaren und hell erleuchteten Neubau der Europäischen Zentralbank. Direkt nach der Rückkehr nach „Hibdebach“ war am Literaturhaus Frankfurt das Projekt „MobiSpray“ zu sehen, welches das weiße Gebäude in bunte Farben hüllte.

Nach einem kurzen Abstecher zum Zoo, von wo aus die östlichen Luminale-Projekte erreicht werden konnten, führte die Fahrt auf die Altstadtstrecke. So konnten die Fahrgäste u. a. die Lichtinstallationen auf dem Römerberg sowie die Projekte in der Innenstadt erreichen. Am Willy-Brandt-Platz wurden der illuminierte Abgang zur Stadtbahn sowie eine Projektion am Schauspielhaus passiert, bevor die Fahrgäste im Vorbeifahren die Lichtinszenierung an der Baustelle des Taunus-Turms bewundern konnten. Über die Münchener Straße führten die Fahrten anschließend wieder zurück in Richtung Hauptbahnhof und endeten wieder an ihrem Ausgangspunkt an der Messe.

Sechs Tage lang war der L/l-Zug während der Luminale 2012 jeden Abend als „Luminale-Express“ unterwegs, hat dabei 24 Mal die beschrieben Rundfahrt bedient und dabei insgesamt fast 3600 Fahrgäste befördert. Zum Vergleich: zur Luminale 2010 waren es knapp 2.000 Fahrgäste gewesen. Auf Grund dieses Erfolges scheint jetzt schon sicher: der „Luminale-Express“ wird auch bei der nächsten Luminale im Jahr 2014 wieder seine Runden drehen. (ab)