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 Luminale-Express 2014
 

Luminale-Express: Im L/l-Zug durchs illuminierte Frankfurt

Alle zwei Jahre werden anlässlich der Luminale in Frankfurt am Main sowie weiteren Orten des Rhein-Main-Gebiets zahlreiche Gebäude und Objekte ab Einbruch der Dunkelheit künstlerisch mit Licht in Szene gesetzt. Diese „Biennale der Lichtkultur“ findet seit zwölf Jahren parallel zur Weltleitmesse für Architektur und Technik, der „light+building“, statt. Seit 2010 beteiligen sich auch die VerkehrsGesellschaft Frankfurt am Main (VGF) und der Verein „Historische Straßenbahn der Stadt Frankfurt am Main e. V.“ an der Veranstaltung und lassen den historischen L/l-Zug als „Luminale-Express“ verkehren. Anlässlich der Luminale 2014, die vom 31. März 2014 bis zum 4. April 2014 stattfand, war dieser wieder unterwegs.

Die Rundfahrten begannen in der Messeschleife, von wo aus mit dem Projekt „DiBaLux my garden and me“ direkt die erste Lichtinszenierung beobachtet werden konnte, und führten zunächst in Richtung Sachsenhausen. Während der Fahrt entlang der Friedrich-Ebert-Anlage konnten die Fahrgäste den in wechselnden Farben beleuchteten Tetraeder des Trianon-Hochhauses bewundern. Vorbei an der illuminierten Fassade des Frankfurter Hauptbahnhofs verkehrte der Luminale-Express über die Friedensbrücke nach „Dribbdebach“. Die Fahrt über die Brücke ermöglichte einen spannenden Blick auf das blau-rot erleuchtete Heizkraftwerk West, die nächtliche Skyline sowie die beiden Ufer des Mains.

Entlang des Sachsenhäuser Abschnitts der Rundfahrt konnten vom Zug aus leider keine Luminale-Projekte beobachtet werden. Die Fahrgäste konnten sich somit ganz auf die im Zug angebotene Stadtführung konzentrieren. Neben Informationen zu den Luminale-Projekten entlang der Strecke bot diese auch einen interessanten Einblick in die Geschichte einzelner Frankfurter Stadtteile, Plätze oder Bauwerke. Zudem wurden einige Details zur Geschichte der Frankfurter Straßenbahnfahrzeuge vermittelt, wobei vielen Fahrgästen erst bewusst wurde, dass auch der Zug, in dem sie saßen, mittlerweile schon 57 Jahre alt war.

 

Gut informiert konnten die Fahrgäste anschließend die zweite Mainquerung der Rundfahrt, die Fahrt über die Ignaz-Bubis-Brücke, erleben. Diese bot einen weiteren beeindruckenden Blick auf die beleuchtete Skyline, aber auch auf den weithin sichtbaren und hell erleuchteten Neubau der Europäischen Zentralbank. Direkt nach der Rückkehr nach „Hibbdebach“ war am Literaturhaus Frankfurt das Projekt „Paint the Literaturhaus“ zu sehen, welches das weiße Gebäude in teilweise bunte Farben hüllte.

Nach einem kurzen Abstecher zum Zoo, von wo aus u. a. die zahlreichen Luminale-Projekte in der Naxoshalle sowie im Osthafen erreicht werden konnten, führte die Fahrt auf die Altstadtstrecke. So konnten die Fahrgäste u. a. die Lichtinstallationen auf dem Römerberg sowie die Projekte in der Innenstadt erreichen. Am Willy-Brandt-Platz wurde das durch das Projekt „Light Shaft II“ illuminierte Galileo-Hochhaus passiert, zudem konnten die Fahrgäste den ganzjährig illuminierten Abgang zur Stadtbahn sowie das Euro-Zeichen vor der Europäischen Zentralbank bewundern. Über die Münchener Straße führten die Fahrten anschließend wieder zurück in Richtung Hauptbahnhof und endeten wieder an ihrem Ausgangspunkt an der Messe.

An insgesamt fünf Abenden war der L/l-Zug während der sechstägigen Luminale 2014 als „Luminale-Express“ unterwegs. Am 31. März 2014 verkehrte er aus betrieblichen Gründen nicht. Auch am 2. und 3. April 2014 kam es auf Grund eines Feuerwehreinsatzes bzw. einer Demonstration zu kurzfristigen Linienwegsänderungen und Fahrplanabweichungen. Dennoch konnten VGF und HSF insgesamt über 1.600 Fahrgäste an Bord des „Luminale-Express“ begrüßen. (ab)