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 Luminale-Express 2016
 

Luminale-Express 2016

In Frankfurt am Main und Umgebung werden alle zwei Jahre anlässlich der Luminale ab Einbruch der Dunkelheit zahlreiche Gebäude und Objekte künstlerisch mit Licht in Szene gesetzt. Diese „Biennale der Lichtkultur“ findet seit 2002 parallel zur ebenfalls alle zwei Jahre veranstalteten Weltleitmesse für Architektur und Technik, der „light+building“, statt. Seit 2010 beteiligen sich auch die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) und der Verein „Historische Straßenbahn der Stadt Frankfurt am Main e. V.“ (HSF) an der Veranstaltung und lassen den historischen L/l-Zug als „Luminale-Express“ auf einem Rundkurs durch die Stadt verkehren. Auch bei der Luminale 2016 vom 13. bis zum 18. März 2016 war er wieder mit von der Partie.

Bereits vom Startpunkt der Rundfahrten in der Messeschleife aus waren die ersten Luminale-Projekte zu sehen. Einerseits genügte ein Blick nach oben, um den in den Frankfurter Stadtfarben rot und weiß beleuchteten Messeturm zu bewundern. Andererseits konnte das Projekt „Luminaleo - lights and you“, welches das LEO-Gebäude vielfarbig und mit Fotos von Besuchern illuminierte, betrachtet werden. Kurz nach der Abfahrt waren mit dem Lichtobjekt „Star*“ und dem in wechselnden Farben beleuchteten Hotel „Hessischer Hof“ von der Haltestelle „Festhalle/Messe“ aus die nächsten auffälligen Luminale-Projekte zu bestaunen.

Von der Messe führten die Fahrten zunächst in Richtung Sachsenhausen. Während der Fahrt entlang der Friedrich-Ebert-Anlage konnten die Fahrgäste auch den in wechselnden Farben beleuchteten Tetraeder des Trianon-Hochhauses bewundern. Vorbei an der illuminierten Fassade des Frankfurter Hauptbahnhofs und dem davor platzierten geräuschgesteuerten Projekt „Sound to light“ verkehrte der Luminale-Express über die Friedensbrücke nach „Dribbdebach“. Die Fahrt über die Brücke ermöglichte einen spannenden Blick auf das blau-rot erleuchtete Heizkraftwerk West, das blau-grün leuchtende Bankhaus Metzler sowie die nächtliche Skyline.

Entlang des Sachsenhäuser Abschnitts der Rundfahrt konnte vom Zug aus keine Luminale-Projekte beobachtet werden. Die Fahrgäste konnten sich somit ganz auf die im Zug angebotene Stadtführung konzentrieren. Neben Informationen zu den Luminale-Projekten entlang der Strecke bot diese während der gesamten Rundfahrt auch einen kleinen Einblick in die Geschichte einzelner Frankfurter Stadtteile, Plätze oder Bauwerke. Zudem wurden einige Details zur Historie der Frankfurter Straßenbahnfahrzeuge vermittelt. Vielen Fahrgästen wurde dabei erst bewusst, dass auch der Zug, in dem sie saßen, mittlerweile fast 60 Jahre alt war.

Gut informiert konnten die Fahrgäste anschließend die zweite Mainquerung der Rundfahrt, die Fahrt über die Ignaz-Bubis-Brücke, erleben. Diese bot einen weiteren beeindruckenden Blick auf die beleuchtete Skyline, aber auch auf den weithin sichtbaren Neubau der Europäischen Zentralbank, an dessen Fassade eine Projektion des Projektes „Symbole Europas“ der Europäischen Zentralbank mit dem Euro-Symbol gezeigt wurde.

Nach einem kurzen Abstecher zum Zoo, von wo aus u. a. die zahlreichen Luminale-Projekte in der Naxoshalle sowie im Osthafen erreicht werden konnten, führten die Fahrten auf die Altstadtstrecke. So konnten die Fahrgäste u. a. die Lichtinstallationen in der Innenstadt erreichen. Zudem ließ sich die „Stuhlperformance“, eine Projektion von Stühlen an die Fassade des Karmeliterklosters, vom Zug aus erkennen. Bei der Fahrt über den Willy-Brandt-Platz konnte der zweite Teil des Projektes „Symbole Europas“ betrachtet werden. In dessen Rahmen wurde die Westfassade des Eurotowers in den Farben blau und gelb illuminiert. Vom Willy-Brandt-Platz aus bot sich den Fahrgästen zudem erneut ein Blick auf den Tetraeder des Trianon-Hochhauses sowie das blau-grün beleuchtete Bankhaus Metzler. Über die Münchener Straße führten die Fahrten anschließend wieder zurück in Richtung Hauptbahnhof und endeten wieder an ihrem Ausgangspunkt an der Messe.

Sechs Tage lang war der L/l-Zug während der Luminale 2016 jeden Abend als „Luminale-Express“ unterwegs. Zeitweise wurde sehr eng im Zug. Insgesamt 24 Mal hat der Zug die beschriebene Rundfahrt bedient und trotz lediglich 59 Sitzplätzen im Durchschnitt knapp 220 Fahrgäste pro Rundfahrt befördert - insgesamt fast 5300. Zum Vergleich: der bisherige Höchstwert lag bei 3.600 Fahrgästen zur Luminale 2012. (ab)