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Sommerfest 2016

Am 10. Juli 2016 fand im Verkehrsmuseum Frankfurt am Main ein Sommerfest statt. Bei sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein begeisterten vor allem eine Sonderausstellung mit Zwei-Wege-Fahrzeugen, Spiel und Spaß für kleine Gäste sowie ein Pendelverkehr mit historischen Straßenbahnen die Besucher.

Im Freigelände des Museums fand zwischen den beiden Ausstellungshallen eine umfangreiche Fahrzeugausstellung statt. Im Mittelpunkt standen dabei sog. Zwei-Wege-Fahrzeuge - also Wagen, die sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene eingesetzt werden können. Sie wurden vor der Osthalle gezeigt. Auf großes Interesse der Besucher stießen dabei die drei Turmwagen des Fahrleitungsbaus der VGF. Ausgestellt wurden der 1993 gebaute Wagen 161, der 2006 gefertigte Wagen 401 und der Wagen 343, Baujahr 2015. Zudem waren zwei Rüstwagen-Schiene der Frankfurter Feuerwehr zu sehen. Einerseits wurde vor der Westhalle zeitweise der neueste Wagen, Baujahr 2012, ausgestellt. Andererseits wurde vor der Osthalle der inzwischen dauerhaft im Verkehrsmuseum zu sehende Wagen, gebaut im Jahr 1985 und 2013 außer Dienst gestellt, gezeigt. Ergänzend zu den Zwei-Wege-Fahrzeugen wurden noch zwei weitere Arbeitsfahrzeuge der VGF präsentiert. Bereits von weitem sichtbar war der Steiger des Fahrleitungsbaus, dessen 22 Meter hoher Ausleger während des ganzen Sommerfestes ausgefahren war. Vor der Westhalle stand mit der Akkulok 2016 zudem ein gleisgebundener Arbeitswagen.

Um elf Uhr wurde in der Westhalle ein neues Exponat übergeben. Die VGF hatte 2015 ein aus Legosteinen zusammengesetztes Modell eines Straßenbahnwagens des Typs „S“ erhalten. Im Beisein seines Erbauers Simon Stock wurde es im Rahmen des Sommerfestes der Öffentlichkeit präsentiert. Fortan wird das Modell dauerhaft im Verkehrsmuseum ausgestellt sein.

Für die kleinen Besucher gab es im Rahmen des Sommerfestes mehrere Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Im Freigelände vor der Osthalle war eine Hüpfburg aufgebaut. Zudem standen dort zahlreiche gewöhnliche und ungewöhnliche Fortbewegungsmittel - vom Dreirad über Bobby-Cars bis hin zu Fässern - zur Verfügung. In der Westhalle konnten sie sich schminken und aus bunten Luftballons Figuren formen lassen.

  

Nicht nur für die kleinen, sondern auch für die großen Besucher geeignet waren zwei Simulatoren, an denen sie sich als Straßenbahn- oder Busfahrer versuchen konnten. Am Simulator der Technischen Hochschule Mittelhessen konnten die Frankfurter Linien U4 und 12 aus der Fahrerperspektive erkundet werden. Der Bus-Simulator des Verkehrsmuseums führte hingegen auf Berliner Omnibuslinien.

  

Wem die virtuellen Fahrten an den Simulatoren nicht ausreichten, der konnte sich zudem an zwei Modellbahnanlagen versuchen. In der Westhalle konnten die Besucher auf einer Anlage in Spur H0 per Knopfdruck Regionalzüge, S-Bahnen und eine U-Bahn durch das RMV-Gebiet fahren lassen. Auf der Modellbahn-Lore in der Osthalle war es möglich, eine Bahn im Maßstab 1:22,5 zu steuern.

Vor der Westhalle konnten sich die Besucher bei Speis‘ und Trank stärken. Angeboten wurden u. a. Steaks und Würstchen vom Grill. Die neben dem Pferdebahnwagen aufgebauten Sitzgelegenheiten luden dabei zum Verweilen ein. Ebenfalls vor der Westhalle war ein kleiner Shop eingerichtet. Dort konnten antiquarische Bücher und historische Signaltafeln erworben werden.

 

Zur An- und Abreise hatten VGF und HSF einen Pendelverkehr mit historischen Straßenbahnen eingerichtet. Die Züge verkehrten im 15- bzw. 30-Minuten-Takt von der Haltestelle „Festhalle/Messe“ via Hauptbahnhof ins Verkehrsmuseum und zurück. Eingesetzt wurden der L-Triebwagen 124 nebst l-Beiwagen 1242, der M-Triebwagen 102 mit dem m-Beiwagen 1804, der N-Wagen 112 und der Pt-Wagen 748.

  

Anlässlich des Sommerfestes konnten im Verkehrsmuseum Frankfurt am Main bei freiem Eintritt fast 1.000 Besucher begrüßt werden. Zudem nutzten über 2.000 Fahrgäste den Pendelverkehr mit den historischen Straßenbahnen. (ab)