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 Tag der Verkehrsgeschichte 2013
 

Tag der Verkehrsgeschichte 2013

Der 8. September 2013 stand in Frankfurt am Main im Zeichen der Nahverkehrsgeschichte. Bereits zum elften Mal fand an jenem Sonntag den Frankfurter Tag der Verkehrsgeschichte statt. Veranstaltet wurde er durch den Verein „Historische Eisenbahn Frankfurt e. V.“ (HE), das Frankfurter Feldbahnmuseum und den Verein „Historische Straßenbahn der Stadt Frankfurt am Main e. V.“ (HSF).

Exponate des Städtischen Nahverkehrs

Im Verkehrsmuseum Frankfurt am Main bekamen Besucher die Möglichkeit, die Geschichte des Öffentlichen Personennahverkehrs in Frankfurt näher kennen zu lernen. Neben den ausgestellten Trieb- und Beiwagen der Straßenbahn aus längst vergangenen Tagen konnten die Besucher zwei Sonderausstellungen betrachten, die das Motto der Dauerausstellung, „Von der Pferdebahn bis zur Neuzeit“, aufgriffen. Einerseits haben Mitglieder der HSF der über 140 Jahre alten Frankfurt Pferdestraßenbahn eine Ausstellung gewidmet, in der neben der Entwicklung des Streckennetzes und Impressionen des täglichen Betriebs auch ein Blick hinter die Kulissen des Pferdbahnbetriebs zu sehen ist. Andererseits wurde im Rahmen einer zweiten Sonderausstellung der Bau der jüngsten Strecke im Frankfurter Straßenbahnnetz entlang der Friedberger Landstraße ins Neubaugebiet „Frankfurter Bogen“ dokumentiert.

 

Historische Lokomotiven bei der HE

Die HE fuhr zwischen 10 und 17 Uhr stündlich mit einem Wendezug, bespannt mit zwei Dieselloks, zwischen dem Haltepunkt „Eiserner Steg (Fahrtor)“ und dem provisorischen Haltepunkt „Intzestraße“. Beim Tag der offenen Tür auf dem Betriebsgelände der HE fand eine Eisenbahnausstellung statt. Zudem wurden dort historische Feuerwehrfahrzeuge ausgestellt und von Mitgliedern des Vereins fachkundig erklärt. Ein Souvenirshop rundete das Programm ab.

Umfassende Feldbahn-Fahrzeugschau

In den Hallen und auf dem Gelände des Frankfurter Feldbahnmuseums konnten die Besucher über 50 Dampf-, Diesel- und Elektrolokomotiven sowie etwa 150 Wagen aller Art, von der Kipplore bis zum Kleinbahn-Personenwagen, besichtigen. Zudem waren Ausstellungen zu sehen, welche die einstige Vielfalt dieses Verkehrsmittels dokumentieren. Beliebt waren auch die Fahrten in einem von einer Dampflok gezogenen Personenzug, der durch die sehenswerten Kleingärten und Parkanlagen des Rebstockparks verkehrte.

 

Geführter Stadtrundgang durch die Geschichte der Frankfurter Eisenbahn

Bereits seit mehreren Jahren ist auch ein geführter Stadtrundgang durch die Geschichte der Frankfurter Eisenbahn Bestandteil des Tages der Verkehrsgeschichte. Bernhard Hager von der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte begann seine Führung um elf Uhr am Haltepunkt „Eiserner Steg (Fahrtor)“ der historischen Eisenbahn. Im Laufe der Führung umriss er die Zeit von 1839 bis zur Gegenwart. Unter anderem wurden die Hafenbahn und der Hauptbahnhof vorgestellt. Neben der historischen Entwicklung der Eisenbahn fanden auch die Stadtgeschichte sowie Fragen zu Architektur und Städtebau Berücksichtigung.

Pendelverkehr mit historischen Straßenbahnen und Omnibussen

Wie in den vorherigen Jahren waren auch beim Tag der Verkehrsgeschichte 2013 die historischen Straßenbahnen der VGF im Einsatz. Neben den beiden historischen Museumswagen der Typen „M/m“, und „N“ kam diesmal mit dem Wagen 738 auch ein Fahrzeug des Typs „Pt“ zum Einsatz. Die Sonderzüge verkehrten im 50-Minuten-Takt vom Verkehrsmuseum via Hauptbahnhof/Münchener Straße und Ostbahnhof zur Hugo-Junkers-Straße in Fechenheim und zurück. Von der Haltestelle „Römer/Paulskirche“ konnten die Besucher mit einem kurzen Fußweg über den Römerberg den Haltepunkt „Eiserner Steg (Fahrtor)“ der Historischen Eisenbahn erreichen. Zudem konnte von der Haltestelle „Riederhöfe“ aus das Betriebsgelände der Historischen Eisenbahn erreicht werden.

Neben den historischen Straßenbahnen wurde auch wieder ein Pendelverkehr mit historischen Omnibussen eingerichtet. Auf zwei Linien verkehrten drei historische Busse. Dabei handelte es sich um einen Saurer Postbus aus Wiesbaden, den Büssing-Oldtimer der Firma Wissmüller aus Michelstadt und einen Büssing-Gelenkbus. Die Linie A verkehrte im Stundentakt auf einem Rundkurs vom Verkehrsmuseum zum Feldbahnmuseum, weiter zum Haltepunkt „Eiserner Steg (Fahrtor)“ der Historischen Eisenbahn und zurück zum Verkehrsmuseum. Die Pendelbuslinie B verkehrte zeitlich versetzt zur Linie A im Stundentakt zwischen dem Verkehrsmuseum und dem Feldbahnmuseum.

Zahlreiche Besucher

Zum Tag der Verkehrsgeschichte 2013 konnten im Verkehrsmuseum fast 800 Besucher und damit deutlich mehr als im Vorjahr, wo es knapp 500 gewesen waren, begrüßt werden. Großer Beliebtheit erfreuten sich zudem wieder die Pendelverkehre. Über 1.000 Fahrgäste konnten in den historischen Straßenbahnen begrüßt werden. (ab, tl)