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 Nikoaus-Express 2016
 

Nikolaus-Express 2016

In unmittelbarer Nähe des Verkehrsmuseums Frankfurt am Main findet Anfang Dezember, am zweiten Adventswochenende, traditionell der Schwanheimer Weihnachtsmarkt statt. Dessen Besucher können sich in weihnachtlicher Atmosphäre auf die bevorstehenden Festtage einstimmen. Seit 2005 haben die Gäste zudem die Möglichkeit, bereits in weihnachtlicher Atmosphäre anzureisen. Am zweiten Adventssamstag verkehren die Busse und Bahnen des Nikolaus-Express aus mehreren Frankfurter Stadtteilen nach Schwanheim. So auch am 3. Dezember 2016, als die HSF mit Unterstützung der VGF sechs Straßenbahnen, eine U-Bahn sowie zwei Omnibusse auf insgesamt 14 Fahrten als Nikolaus-Express verkehren ließ, wobei fast alle Wagen zwei Linien bedienten. Alle Fahrzeuge waren mit Girlanden und Fensterbildern weihnachtlich dekoriert. Neben dem Weihnachtsmarkt konnten die Besucher in Schwanheim auch das Verkehrsmuseum besuchen, welches wieder exklusiv für die Fahrgäste der Sonderwagen geöffnet war.

Das Gros der Fahrten des zwölften Nikolaus-Express wurde mit den historischen Straßenbahnen der VGF durchgeführt. Die Linie A verkehrte von Endhaltestelle „Neu-Isenburg Stadtgrenze“. Sie führte über die Schweizer Straße und wurde durch den L/l-Zug bedient. Von der Zuckschwerdtstraße in Höchst aus fuhren zwei Linien: einerseits die Linie B, auf welcher der M/m-Zug eingesetzt war, andererseits die Linie G, auf welcher der N-Wagen fuhr. An der Schießhüttenstraße in Fechenheim begann die Linie C. Ihre Route verlief über die Altstadt und sie wurde durch den O-Wagen bedient. Ausgangspunkt für die Linie D, auf der der N-Wagen verkehrte, war der Westbahnhof. Die Fahrt führte über Hauptbahnhof, Schweizer Straße und Stresemannallee. Vom Gravensteiner-Platz aus fuhr neben der planmäßigen Linie E, bedient durch den O-Wagen, auch die auf Grund der hohen Nachfrage zusätzlich eingerichtete Linie E1, auf welcher der Pt-Wagen 738 eingesetzt wurde. Die Routen beider Fahrten verliefen über Konstablerwache, Südbahnhof und die Gartenstraße. Am Zoo begann die Linie F, auf welcher der M/m-Zug eingesetzt wurde. Sie verkehrte über Bornheim Mitte, Konstablerwache und die Altstadt. Die Linie H startete an der Endhaltestelle „Offenbach Stadtgrenze“. Ihre Fahrt führte über Südbahnhof, Mörfelder Landstraße sowie Stresemannallee und wurde mit dem Pt-Wagen 148 durchgeführt. Ebenfalls durch den Pt-Wagen 148 wurde die Linie I bedient, die vom Rebstockbad aus via Stresemannallee und Louisa geführt wurde.

Erstmals in der Historie des Nikolaus-Express wurden unter der Linienbezeichnung „U“ zwei U-Bahn-Fahrten durchgeführt. Bei beiden wurde der rot-weiß-lackierte Wagen 303 des Typs „U2“ eingesetzt. Die erste Fahrt begann in Bad-Homburg-Gonzenheim und führte via Mertonviertel zum Südbahnhof. Ausgangspunkt der zweiten Fahrt war der Bahnhof in Oberursel. Am Südbahnhof stiegen die Fahrgäste bei beiden Fahrten dann in den ebenfalls geschmückten Gelenkomnibus 418, einen Mercedes-Benz Citaro 2, Baujahr 2011, um. Damit fuhren sie anschließend weiter in Richtung Schwanheim.

Neben den durch die Straßen- bzw. U-Bahnen bedienten Linien wurden beim Nikolaus-Express 2016 auch wieder zwei Buslinien eingesetzt. Die Linie V begann an der U-Bahn-Station „Hausen“ und verkehrte über Praunheim, Rödelheim und Sossenheim. Ausgangspunkt der Linie W war die Haltestelle „Eschweger Straße“ in Seckbach. Ihre Route führte über Bergen-Enkheim und Fechenheim. Auf beiden Linien wurde der Omnibus 113, ein Solaris Urbino 12, Baujahr 2011, eingesetzt. Da dies kein historischer Omnibus ist, stieß sein Einsatz bei einigen Fahrgästen auf Unmut. Ursprünglich sollte der Wagen 434, ein Mercedes-Benz O305, eingesetzt werden. Dieser stand jedoch nicht zur Verfügung.

In den Bussen und Bahnen des Nikolaus-Express 2016 konnten insgesamt 680 Fahrgäste begrüßt werden, die sich die vorweihnachtliche Atmosphäre in den geschmückten Fahrzeugen, auf dem Schwanheimer Weihnachtsmarkt und im Verkehrsmuseum nicht entgehen lassen wollten. Darunter war auch der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann, der mit dem Nikolaus-Express zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes nach Schwanheim anreiste. Unangefochtener Höhepunkt für die fast 300 kleinen Fahrgäste war wie in den Vorjahren der Besuch des Nikolaus auf den Fahrten in Richtung Schwanheim. Er verteilte wieder Geschenkbeutel, die unter anderem mit einem VGF-Stofftier und einem großen Schokoladen-Nikolaus gefüllt waren.

Die Mitglieder der HSF haben in Summe übrigens weit mehr als 700 Stunden ihrer Freizeit in die Organisation und Durchführung des Nikolaus-Express investiert. Neben den Schaffner- und Aufsichtsdiensten am Veranstaltungstag selbst, die etwa die Hälfte der Stunden beanspruchten, wurde genauso viel Zeit für die Vorbereitung, beispielsweise die Planung der Routen und Dienste, die Koordination der Anmeldungen, die Öffentlichkeitsarbeit sowie das Schmücken der Züge, benötigt. (ab)