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Gelenkbus kehrt zurück in die alte Heimat

25.07.06
Die Gelenkbusse des Mercedes-Benz Typs O305G hatten 21 Jahre das Frankfurter Stadtbild geprägt. Im Jahr 2000 wurden die letzten Busse dieses Typs von der VGF in den Ruhestand geschickt. Ein an die HLB Hessenbus verkaufter Wagen kehrt nun wieder in seine alte Heimat zurück.

Zu keiner Zeit haben eingefleischte Busfans den Mercedes-Benz Typ O305G vergessen. Die erste Serie mit 13 Fahrzeugen dieses Typs wurde 1979 von der damaligen Stadtwerke Frankfurt am Main in Dienst gestellt. Trotz ihrer schwachen Motorisierung mit 177 KW (240 PS) bestätigten sie sich als ausreichend für das „Frankfurter Flachland“. Im November 1982 wurden 27 weitere Fahrzeuge dieses 17,5 Metern langen und 13,3 Tonnen schweren Typs in Dienst gestellt. Darunter auch der Wagen mit Nummer 330. Er prägte sich zuletzt durch seine Vollwerbung für das Städel in die Köpfe der Fans ein.

Im Oktober 2000 war auch für den Wagen 330 Schluss in Frankfurt. Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) musterte das Fahrzeug mit 700.000 Kilomtern auf dem Tacho nebst seinen Brüdern aus. Während es die anderen nach Osteuropa verschlug erwarb die Frankfurter-Königsteiner-Eisenbahn (FKE, heute: HLB Hessenbus) in Hofheim am Taunus den Wagen 330 in relativ gutem guten Zustand und setzte den Bus im Schülerverkehr und zu Verstärkungsfahrten ein.

Obwohl für das bergige Gebiet etwas schwach motorisiert, zeigte der gute alte O305G doch eine – gegenüber modernen Fahrzeugen - außerordentliche Laufruhe und sichere Fahreigenschaften. Nicht zu vergessen die gemütliche und freundliche Innenausstattung.

Heuer im Juni 2006 kam auch bei der HLB Hessenbus das Aus für den Bus, der nun 24 Jahre alt ist und rund 800000 Kilometer auf dem Tacho stehen hat. Der Arbeitskreis Bus des Vereins Historische Straßenbahn der Stadt Frankfurt am Main (HSF) reagierte sofort und startete Verhandlungen mit der HLB Hessenbus bezüglich einer Übernahme des Busses in den Museumsbestand. Gemeinsam mit dem Vorstand der HSF konnte das Geschäft zu einem guten Abschluss gebracht werden.

Mit dem jüngsten Spross im Museumsfuhrpark der Omnibusse ist ein weiteres interessantes Fahrzeug hinzugekommen, welches lange Zeit das Frankfurter Stadtbild geprägt hat. Es bedarf nun einiges an Aufwand um den Bus in den Ursprungszustand zurück zu versetzen.

(Foto: Peter Linhart)

Bei Rückfragen:
Thomas Lusmöller
HSF-Vereinskommunikation
E-Mail: thomas.lusmoeller@hsf-ffm.de

Peter Linhart
AK Bus
E-Mail: peter.linhart@hsf-ffm.de