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Der Verein Historische Straßenbahn der Stadt Frankfurt am Main e. V. trauert um seinen zweiten Vorsitzenden Norbert Leber


Wir sind bestürzt und betroffen vom Tod unseres zweiten Vorsitzenden Norbert Leber. Er ist am 29. Juni 2009 im Alter von 62 Jahren plötzlich und unerwartet verstorben.

Norbert Leber hat unseren Verein mit seinen Gaben tatkräftig sowie voller Freude und Engagement unterstützt. Als geborener Frankfurter war er dem Straßenbahnbetrieb und den Mitarbeitern sehr zugetan. Sein Interesse an der Geschichte hat ihn zu unserem Verein gebracht und er wurde dort vor drei Jahren zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Er war als katholischer Pfarrer der katholischen Gemeinde St. Bonifatius tätig und hat seine ausgleichende Art als Seelsorger auch manchmal in den Verein getragen, was bei uns allen sehr gut ankam. Trotz der Vielzahl beruflichen Engagements war er oft präsent, hat an vielen Treffen sowie Veranstaltungen teilgenommen und seinen Beitrag zu wichtigen Entscheidungen geleistet.

Wir werden ihn sowohl als Freund als auch als Mitglied sehr vermissen.

Im Namen aller Mitglieder der Vorstand
Andreas Behrndt, Klaus Bodens, Christof Ferrlein, Frank Nagel, Jürgen Pfannes und Sandra Zellner

Rede des ersten Vorsitzenden der HSF, Frank Nagel, bei der Beerdigung am Grab von Norbert Leber


"Verehrte Trauergemeinde,

Wir verlieren mit Norbert Leber einen Menschen, der seiner Heimatstadt Frankfurt sehr verbunden war. Er hatte Freude an historischen Zusammenhängen und ist aufgrund seines persönlichen Interesses an der Straßenbahn im Jahr 2004 zu uns gekommen.

In unserem Verein der Historischen Straßenbahnen der Stadt Frankfurt am Main hat er sich schnell engagiert, hat seine besonderen Talente zum Einsatz gebracht und sich als zweiter Vorsitzender im Vorstand zur Verfügung gestellt. In der Vorstandsarbeit war ihm Teambildung ein Anliegen, und er hat regelmäßig zu solchen Aktivitäten ermutigt und diese mit viel Kompetenz gefördert. Die Übernahme eines Amtes in ehrenamtlicher Funktion war ihm ein Anliegen, hat er dies doch selbst in seinen Gemeinden und in zahlreichen Gremien der Kirche als echte Bereicherung erleben können.

Norbert hat mit seinem ausgleichenden Wesen und seinem Gespür für Menschen den Verein und das Miteinander bei uns bereichert. Seine Anwesenheit bei Vereinsabenden, Sitzungen, Gesprächen und auch bei Veranstaltungen haben die Atmosphäre und das gute Miteinander stets geprägt und sein plötzlicher Tod hat viele Mitglieder hart getroffen. Er hinterlässt eine Lücke, die wir nicht so schnell werden schließen können.

Er hat persönliche Beziehungen in unserem Kreis aufgebaut, den Kontakt zu den Mitarbeitern der VGF gesucht und Bekanntschaften und Freundschaften dort im Hause gepflegt. Einigen Familien ist er verbunden, hat Kinder getauft oder junge Paare getraut. Ein Paar in unserem Verein hat sich auf die Trauung durch ihn im August vorbereitet.

Norbert hatte auch bei uns in der Vereinsarbeit immer ein Auge auf sozial schwache Menschen, die eher am Rand der Gesellschaft stehen. Er hat Arbeitssuchende unterstützt und sich bemüht, dass jeder Freude im Alltag finden konnte. Er hat schlummernder Talente aufgetan und die Leute ermutigt, sich auf den Weg zu machen.

Trotz seines gut gefüllten Terminkalenders hat er selbst Führungen bei uns im Museum in Schwanheim durchgeführt. Dabei hatte er besondere Freude, wenn er Kindern und Jugendlichen die Begeisterung für die Straßenbahnen und seine besondere Vorliebe für die Komplexität des Fahrplans weitergeben konnte.

Wir verlieren mit Norbert einen freundlichen, allen Menschen zugewandten Charakter, der selbst immer unterwegs war. Wir hoffen, dass die Kraft und die Harmonie, die er ausstrahlte, noch lange in unseren Gremien zu spüren sein wird und nachwirken kann.

Wir wünschen ihm, dass er vor Gott zu Ruhe kommen kann und mit Frieden auf sein Leben und sein Werk schauen möge."