Zum dritten Mal nimmt das Verkehrsmuseum Frankfurt am Main am kommenden Samstag, den 25. April 2008, an der "Nacht der Museen" teil und öffnet von 19 bis 2 Uhr seine Tore.
Die Sammlung des Verkehrsmuseums bietet eine breite Palette an historischen Fahrzeugen vom Pferdebahnwagen, über einen der ersten elektrischen Straßenbahnzüge Deutschlands, und Busse bis hin zu vielen interessanten Exponaten aus mehr als 125 Jahren Nahverkehr in Frankfurt und Offenbach. Sie stellt visualisiert die ständig fortschreitende Technisierung des Öffentlichen Personennahverkehrs von seinen Anfängen bis in die Gegenwart.
Sonderausstellung "125 Jahre Busse und Bahnen zwischen Frankfurt und Offenbach"
Vor 125 Jahren wurde die erste elektrische Straßenbahn zwischen der Alten Brücke in Frankfurt-Sachsenhausen und dem Offenbacher Mathildenplatz eröffnet. Betreiberin dieser Pionierleistung war damals die Frankfurt-Offenbacher Trambahn-Gesellschaft (FOTG). Fasziniert und skeptisch betrachtete damals die Bevölkerung beider Städte das neue Verkehrsmittel, das zur damaligen Zeit mit erstaunlichen zwölf Kilometern pro Stunde verkehrte. Auf Grund ihrer doch recht unsanften Beförderung erhielt das neue Verkehrsmittel von Fahrgästen schnell den Spitznamen "Knochemiehl".
Im Gegensatz zur Hauptstadt Berlin, deren erste elektrische Straßenbahn ihren Fahrstrom aus den Schienen bezog, wurde die "Knochemiehl" mit einer Oberleitung betrieben. Dadurch war ein Parallelverkehr zwischen Mensch, Tier und Straßenbahn möglich. In Berlin musste man die Strecke einzäunen, um Unglücke zu vermeiden. Die "Knochemiehl" gilt daher als erste echte elektrische Straßenbahn Deutschlands.
Trotz ihrer hohen Betriebskosten wurde die "Knochemiehl" schnell zum Erfolgsmodell. Schon im ersten Jahr wurden mehr als eine Million Fahrgäste befördert. In den Jahren 1905 und 1906 erwarben die Städte Frankfurt und Offenbach jeweils ihren Streckenteil von der FOTG und bauten in den folgenden Jahren die Strecke für die neue Linie 16 von 1000 Millimeter Spurweite nach und nach auf die heute noch in Frankfurt benutzte Spurweite von 1435 Millimeter um.
Anlässlich des 125-jährigen Jubiläums hat das Verkehrsmuseum Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsmuseum Offenbach eine Sonderausstellung zu "125 Jahre Busse und Bahnen zwischen Frankfurt und Offenbach" erarbeitet, in der die wesentlichen Fakten der Geschichte bis heute in Wort und Bild dargestellt werden. Die Ausstellung wird am Samstag um 19:30 Uhr für die Öffentlichkeit eröffnet und wird zunächst bis Ende Mai im Verkehrsmuseum Frankfurt am Main in Schwanheim zu sehen sein.
Die Festschrift "125 Jahre Busse und Bahnen zwischen Frankfurt und Offenbach" ist ab sofort im Download-Bereich der VGF-Internetseite www.vgf-ffm.de oder an den Vorverkaufsstellen und im Verkehrmuseum erhältlich.
Buntes Bühnenprogramm und Gewinnspiele
Für die musikalische Unterhaltung sorgt die Band TOP FOUR aus Obertshausen. Sie spielt Klassiker aus den 60er Jahren.
Außerdem gibt es ein Gewinnspiel, bei dem die Besucher des Verkehrsmuseums kleine Preise gewinnen können. Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) spendiert zudem dem 1000. Besucher eine zweistündige Sonderfahrt in Frankfurt auf einer Strecke seiner Wahl innerhalb Frankfurts mit dem L-Wagen, der 1957 in Dienst gestellt wurde.
Auch für das leibliche Wohl ist wieder bestens gesorgt.
Historische Straßenbahnen im Einsatz