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 Tag der Verkehrsgeschichte
 

Frankfurter Tag der Verkehrsgeschichte am 15. August 2010

Ein Tag, der nicht nur Fans, sondern auch Familien begeistert! Zum achten Mal organisieren am Sonntag, 15. August 2010, das Verkehrsmuseum Frankfurt am Main, das Frankfurter Feldbahnmuseum und die Historische Eisenbahn Frankfurt (HEF) eine abwechslungsreiche Reise durch die Verkehrsgeschichte.

Dampfzug auf der Hafenbahn mit Besichtigung des Hafenbahnmuseums

Ohne Hektik und ohne Stress rattert der Museumszug mit der Güterzuglokomotive 52 4867 der HEF entlang dem Mainufer vom Eisernen Steg Mitten durch die Parkanlagen, vorbei an der Weseler Werft, dem Gelände der Europäischen Zentralbank, entlang den Kaimauern und des Industriegebiets im Osthafen zum Stellwerk IV an der Mainkur. Es besteht dort zudem die Möglichkeit das alte Hebelstellwerk IV (heute: Museum) und die moderne Betriebsüberwachung am Bahnhof Osthafen zu besichtigen. Die Besichtigungen sind allerdings auf 50 Personen pro Fahrt limitiert und erfordern eine Anmeldung. Außerdem bietet die HEF auch Führerstandsmitfahrten auf der Dampflok und einer Diesellok an. Hierfür ist ebenfalls eine gesonderte Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Historischen Eisenbahn Frankfurt.

Geführter Stadtrundgang durch die Geschichte der Frankfurter Eisenbahn

Um 11 Uhr startet am Haltepunkt "Eiserner Steg (Fahrtor)" der Historischen Eisenbahn Frankfurt ein geführter Stadtrundgang durch die Geschichte der Frankfurter Eisenbahn. Die Führung unter dem Motto "Bismarck, Lenin und das Galgenfeld" von Bernhard Hager von der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte umreißt die Zeit von 1839 bis zur Gegenwart. Unter anderem werden die Hafenbahn und der Hauptbahnhof vorgestellt. Neben der historischen Entwicklung der Eisenbahn finden auch die Stadtgeschichte sowie Fragen zur Architektur und Städtebau Berücksichtigung. Was Bismarck, Lenin und das Galgenfeld mit Frankfurt und der Eisenbahn zu tun haben, wird während des Stadtrundgangs verraten.

Im Rebstockpark wird die typische Feldbahnatmosphäre wieder lebendig

Die typische Feldbahnatmosphäre wird im Rebstockpark noch einmal lebendig. Über 40 Dampf-, Diesel und Elektrolokomotiven, etwa 140 Wagen aller Art, von der Kipplore bis zum Kleinbahn-Personenwagen, und die Ausstellungen in den Hallen und auf dem Gelände des Frankfurter Feldbahnmuseums dokumentieren die einstige Vielfalt dieses Verkehrsmittels. Die Exponate sind teilweise über 100 Jahre alt. Die Besucher können in von einer Dampflok gezogenen historischen Personenwagen, durch die sehenswerten Kleingärten und Parkanlagen des Rebstockparks mitfahren.

Die Geschichte des ÖPNV in Frankfurt im Verkehrsmuseum

Im Verkehrsmuseum bietet sich die Möglichkeit, die Geschichte des öffentlichen Personen-Nahverkehrs in Frankfurt näher kennen zu lernen. Neben vielen Straßenbahn-Trieb- und Beiwagen aus vergangenen Tagen sind ein Pferdebahnwagen – Vorläufer der elektrischen Straßenbahn, die zwischen 1872 und 1903 zum Einsatz kamen – sowie einer der ersten elektrischen Straßenbahnen Deutschlands, die „Knochemiehl“ aus dem Jahr 1884, zu sehen. Daneben gibt es auch verschiedene Frankfurter Straßenzüge originalgetreu im Maßstab 1:87 auf der museumseigenen Modellstraßenbahnanlage zu bewundern oder zahlreiche weitere Exponate wie Fahr- und Netzpläne, Fahrkarten, Dienstkleidung, Zielschilder und Haltestellen. Kinder können sich in der Kinderfahrschule und im einem Modell des Ebbelwei-Expreß als Straßenbahnfahrer versuchen sowie die teilnehmenden Museen in einer museumsübergreifenden Rallye erkunden. Im Museumsshop können Fachliteratur, Modelle von Fahrzeugen, Ansichtskarten, Krawattennadeln und Pins erworben werden. Ein buntes Unterhaltungsprogramm, bei dem auch für das leibliche Wohl gesorgt wird, rundet das Angebot ab.

Veteranen der VGF im Einsatz

Besonders beliebt ist der alljährliche Einsatz von Straßenbahn-Oldtimern, die für eine stilechte Anreise zu den Veranstaltungsorten des Frankfurter Tags der Verkehrsgeschichte sorgen. Im 20-Minuten-Takt verkehren die Veteranen vom Verkehrsmuseum in Schwanheim über Niederrad, Sachsenhausen, Süd- und Lokalbahnhof in die Altstadt zur Haltestelle „Römer / Paulskirche“. Ab hier fahren die Sonderzüge weiter über Willy-Brandt-Platz, Hauptbahnhof / Münchener Straße und Niederrad entlang der Strecke der regulären Linie 12 zurück nach Schwanheim. Ein- und Ausstieg ist an allen Haltestellen entlang des Linienwegs möglich. Zum Einsatz kommen ausschließlich Fahrzeuge, die heute nicht mehr im Linienbetrieb eingesetzt werden. Sie stammen aus den Jahren 1956 bis 1978. Eine nicht solange Reise bieten Schnupperfahrten mit einem Straßenbahn-Oldtimer vom Museumsgelände zum Waldfriedhof Goldstein und zurück.

Pendelbus und Straßenbahnshuttle zwischen den Veranstaltungsorten

Zwischen den Veranstaltungsorten bietet der Verein "Historische Straßenbahn der Stadt Frankfurt am Main e. V." in Zusammenarbeit mit der VGF einen Pendelverkehr mit historischen Bussen und Straßenbahnen an:
Zwischen dem Verkehrsmuseum, dem Feldbahnmuseum und dem Haltepunkt "Eiserner Steg (Fahrtor)" der Historischen Eisenbahn Frankfurt verkehrt stündlich historische Pendelbusse.

Von ca. 10 Uhr bis ca. 18 Uhr verkehren auf einer Sonderlinie "V" ab dem Verkehrsmuseum in Schwanheim über Niederrad und Sachsenhausen zur Haltestelle „Römer/ Paulskirche“ (nahe Eiserner Steg) in der Altstadt historische Straßenbahnen im 20-Minuten-Takt. Ab der Haltestelle „Römer/ Paulskirche“ fahren die historischen Straßenbahnen über Willy-Brandt-Platz und Niederrad zurück zum Verkehrsmuseum nach Schwanheim.

Die Fahrpläne des Sonderverkehrs von Bus und Straßenbahn werden an den wichtigsten Umsteigehaltestellen entlang des Linienwegs ausgehängt. Zudem können die Fahrpläne in Kürze rechts unter Downloads heruntergeladen werden.

Ein Ticket für alle drei Veranstaltungsorte

Für alle drei Veranstaltungsorte gibt es wieder das beliebte Kombi-Ticket. Es schließt die Fahrten im Pendelbus und in den historischen Straßenbahnen mit ein. Die Kombi-Tickets sind an allen drei Veranstaltungsorten erhältlich und kosten zehn Euro für Erwachsene, fünf Euro für Kinder (4-14 Jahre) sowie 20 Euro für Familien (2 Erwachsene und zwei Kinder). Die historischen Straßenbahnen können zudem mit gültigen Fahrausweisen des RMV genutzt werden. RMV-Fahrausweise sind an den Automaten an den Haltestellen erhältlich.

Wichtiger Hinweis: Die Besichtung des Hebelstellwerks IV an der Mainkur und der Betriebsüberwachung im Bahnhof Osthafen sowie die Führerstandsmitfahrten in den Loks der HEF sind nicht im Ticketpreis enthalten und erfordern eine gesonderte Anmeldung. Weitere Informationen zu diesen Programmpunkten finden Sie auf der Webseite des HEF unter www.frankfurt-historischeeisenbahn.de.

 

Informationen und Broschüren zur HSF und aus dem Verkehrsmuseum können Sie im Download-Bereich herunterladen.

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